Leseprobe aus „Was Schildkröten im Schilde führen“

Zeichnung: Die Schildkröte mit ihrem Pappschild

Vor dem mächtigen Kölner Dom steht eine Schildkröte mit einem Schild. Nicht ein Schild im Sinne von Schildpanzer, sondern ein pappiges Pappplakat, das an einem Ast wackelt. Darunter das Tier, das gerade mal so groß ist wie meine Hand. Ich steige von meinem knallroten Fahrrad ab und schiebe es näher heran. Der Wind hier oben zerrt an der Schildreklame.

Oder eher Schildkrötenreklame:

Pappplakat: Wechselwarmes Kriechtier sucht einsigartige Wohngemeinschaft mit möglichst k(l)einem ökologischen Fußabdruck! PS: Nieder mit der Kohle!

»Schreibt man einzigartig nicht mit ›z‹?«, frage ich niemand Bestimmten.
»Laut Duden schon«, antwortet jemand. »Aber wenn alle einzigartig schreiben, dann wäre es ja nicht mehr einsigartig.«
Ich betrachte die Schildkröte. Auf ihrem Rückenpanzer steht mit roten Buchstaben Rette mich! geschrieben. Ich schaue nach links. Nach rechts. Durch den einsetzenden warmen Nieselregen sichte ich unzählige graue Gestalten, die unter Schirmen durch die Gegend huschen.
Da ertönt wieder die Stimme. »Du willst wissen, wie es weitergeht? Hier geht es zur

Buchcover von „Was Schildkröten im Schilde führen“ und „Wenn Schildkröten den Schild durchbrechen“
Hörbuch „Was Schildkröten im Schilde führen“, gelesen von Nellie und Katharina Thalbach